Erektile Dysfunktion lässt sich problemlos mit Medikamenten behandeln. Durch die Entwicklung von Sildenafil ist die Behandlung von Potenzstörungen einfach geworden und gibt Millionen Männern ihr sexuelles Selbstbewusstsein zurück.

Tabletten sind in den meisten Fällen wirksam

Medikamente und Hilfsmittel gegen Impotenz gab es auch schon vor Sildenafil (Viagra). Die Anwendung war allerdings sehr aufwändig und teilweise auch schmerzhaft. Heute genügt es, einige Zeit vor dem Sex eine Pille zu schlucken und einem befriedigen sexuellen Erlebnis steht nichts mehr im Wege. Wichtig ist, dass der Betroffene sexuell erregt sein muss. Durch die Stimulation werden Botenstoffe im Körper freigesetzt, die eine Erektion ermöglichen. Wer unter Impotenz leidet, hat oft das Problem, dass diese sehr schnell wieder abgebaut werden. Eine Tablette verhindert das. Die medikamentöse Behandlung mit Viagra oder einer anderen Tablette macht aber nur Sinn, wenn noch eine Erektion möglich ist.

Vor der Behandlung gründlich vom Arzt untersuchen lassen

Der Arzt wird bei der Untersuchung zunächst die genauen Ursachen für die Impotenz ergründen. Das ist wichtig, denn darauf kann er die Therapie aufbauen. Der Arzt kann mit Hilfe einer Ultraschalluntersuchung den Zufluss und den Abfluss des Blutes im Penis messen.
Sehr wichtig ist die Untersuchung der nächtlichen Erektion. Bei einem gesunden Mann kommt es in der Nacht immer wieder zu Erektionen. Bei der Untersuchung zeichnet der Arzt die Dauer und die Steifheit des Penis auf.
Oft injiziert der Arzt ein Prostaglandin in die Schwellkörper. Dadurch kommt es zu einer Erektion, falls der Penis dazu in der Lage ist. Entscheidet sich der Arzt für eine medikamentöse Behandlung, kommen weitere Untersuchungen hinzu.

Bei bestimmten Erkrankungen darf Sildenafil nicht eingenommen werden. Wer erst einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall hatte, sollte besser vorerst auf Sex verzichten, da ihn das zu stark anstrengen könnte. Die Behandlung sollte immer der behandelnde Hausarzt durchführen, da dieser die anderen Medikamente des Patienten kennt. Die Einnahme der Präparate zusammen mit einem Nitropräparat ist kontraindiziert. Bei gleichzeitiger Einnahme kann es zu einem Kreislaufschock kommen.

Potenzmittel richtig anwenden

Bei einem Medikament tritt die Wirkung nicht sofort ein. Je nach Präparat setzt die Wirkung nach einer halben Stunde ein. Die lange sie anhält ist ebenfalls unterschiedlich. In der Regel vier bis fünf Stunden. Ein Medikament wirkt sogar 36 Stunden. Das heißt jetzt aber nicht, dass der Patient fünf Stunden eine Erektion hat. Es kommt nur bei entsprechender Stimulation zu einem steifen Penis.

Der Arzt berechnet aufgrund der Untersuchung die genaue Dosis. Diese darf nicht eigenmächtig verändert werden. Sildenafil und die anderen Präparate wirken vor allem, wenn die Impotenz durch psychische Probleme entsteht. Durch das Medikament erhält der Betroffene sein Selbstbewusstsein zurück. In vielen Fällen ist bald keine Pille mehr notwendig.

Diese Nebenwirkungen sind bekannt

Bei jedem Medikament befindet sich ein Beipackzettel. Auf diesen sind sämtliche Nebenwirkungen aufgelistet. Dabei muss der Patient beachten, dass viele nur äußerst selten auftreten. Oft kommt es zu einer verstopften Nase, das Gesicht ist gerötet, es treten Schwindel und Kopfschmerzen auf. Manche Patienten klagen über Verdauungsbeschwerden. Schwere Nebenwirkungen treten bei korrekter Einnahme selten auf.

Immer wieder liest man von plötzlichem Herzversagen. Ob diese wirklich auf Viagra und Co. zurückzuführen sind, ist oft zweifelhaft. Manche Betroffene mit einem vorgeschädigten Herz muten sich einfach zu viel zu. Wie oben schon erwähnt dürfen Medikamente nicht gleichzeitig mit Nitraten eingenommen werden.

Fazit

Medikamente wie Viagra haben den Sex in den letzten zwanzig Jahren deutlich verändert. Viele Betroffene haben keine Versagensängste mehr und können das Zusammensein mit ihrem Partner genießen. Wichtig ist, dass die Medikamente ein Arzt verschreibt. Nur so ist eine optimale Wirkung gewährleistet. Außerdem weiß er, welche Medikamente zur Auswahl stehen. Somit erhält jeder Patient das Präparat, das optimal auf seinen körperlichen Zustand und auf seine Lebenssituation abgestimmt ist.