Vor zwei Jahren ging es mir eine Zeit lang gar nicht gut. Ich wollte aber auch nicht zum Arzt. Meine Frau hat mir aber dazu geraten, weil sie sich große Sorgen um mich gemacht hat. Ich besuchte dann meinen Hausarzt und dieser nahm sich auch wirklich viel Zeit, um zu klären, woher mein allgemeines Unwohlsein stammt. Schnell stellte sich heraus, dass ich unter Diabetes leide. Es gibt beim Arzt die Möglichkeit einen Schnelltest zu machen und das habe ich auch getan. Dieser Test hat innerhalb kurzer Zeit gezeigt, dass mein Zucker ziemlich im Keller war und ich eigentlich schon bald hätte einen Schock erleiden können. Gut also, dass ich endlich auf meine Frau gehört habe und zum Arzt gegangen bin. Ich bin immer skeptisch, wenn es um mich geht, aber mein Arzt wies mich auch darauf hin, dass ich zu dick sei. Das lässt man sich zwar nicht gern sagen, aber ich habe ihn erhört und wollte mein Leben umkrempeln. Nachdem ich die Tests abgeschlossen hatte, wurde ich wieder ins Arztzimmer gebracht. Dort hat man mir erklärt, ich hätte Diabetes Mellitus und müsste mein Verhalten ändern. Ich bekam sehr viele Tipps und Hinweise, wie ich von nun an leben könnte und wollte mich auch daran halten.

Mir war klar, was auf dem Spiel stand, wenn ich mich daran nicht halte. Also habe ich mit meiner Frau gesprochen und ein paar der Kurse besucht, die uns angeraten worden sind. Um das Unwohlsein zu besiegen, habe ich zunächst Tabletten bekommen. Mein Arzt wollte sicher gehen, dass es mir nicht noch schlechter ging als zuvor. Nun musste ich aber auch regelmäßige Kontrolluntersuchungen durchführen und das hat mir die meisten Sorgen bereitet. Wir haben nur ein Fahrzeug und meine Frau muss immer weit fahren, um zur Arbeit zu kommen. Ich selbst arbeite in der Nähe und fahre normalerweise mit meinem Zweirad hin. Zum Arzt jedoch war eine weitere Anreise nötig und so musste ich mir ständig das Auto leihen.

Für die Kontrolltermine musste ich nichts Besonderes beachten. Ich konnte sie auch alle wahrnehmen nur leider verschlechterte sich mein Zustand im Laufe der Zeit und so wurde es schon bald kritisch. Man sagte mir, dass ich aufpassen soll und auch messen muss. Ich habe für diesen Zweck ein Messgerät bekommen und auch die dazu gehörigen Plättchen. Diese müssen in das Messgerät geschoben werden und dann kommt ein Tropfen Blut darauf. Dieser Tropfen wird dann in wenigen Sekunden ausgewertet und dann zeigt mir das Gerät meinen aktuellen Wert an. Ich war sehr oft erschrocken, konnte aber nicht viel damit anfangen. Man sagte mir auch, dass ich etwas Traubenzucker lutschen könnte, wenn es ganz besonders schlecht ist. Mir wurde dann immer sehr schnell schwarz vor Augen, also packte ich mir den Traubenzucker in die Tasche, damit er immer griffbereit war. Leider half das alles nichts, eines Tages im Job kippte ich einfach um. Ich wurde ins Krankenhaus gebracht und schnell wieder entlassen. Danach habe ich unser Leben absolut umgekrempelt und mittlerweile führen wir ein gesundes Leben.

Wir gehen viel Spazieren und essen auch völlig anders als zuvor. Natürlich müssen sich auch unsere Kinder damit arrangieren, aber die sind sehr wandlungsfähig. Heute lebe ich gut mit meiner Diabetes und sie ist auch schon viel besser geworden. Ich hatte auch keinen Anfall mehr. Wenn man sich also richtig informiert, kann eine Krankheit einem gar nichts anhaben.